Wie kann sich Stress und Depression auf die Potenz auswirken?

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Eine Impotenz durch Stress und Depression ist gar nicht so selten, wie man vielleicht denken mag. Psychische Erektionsstörungen haben teils Auslöser wie berufliche oder familiäre Probleme aber auch Bluthochdruck und Stress können zu Impotenz führen. Auch Suchten, wie die Alkoholsucht, führen oftmals dazu, dass sich Stress und Depression immer weiter aufbauen, bis es letztendlich auch zu einer psychischen Erektionsstörungen kommen kann. In diesem Artikel werde ich näher auf die Begriffe Depression und Stress eingehen, werde über erste Anlaufstellen informieren und zeige, wie eine Impotenz durch Stress und Depression entstehen kann. 


Was versteht man unter einer Depression?

Eine Depression ist eine psychische Störung, von welcher in Deutschland schätzungsweise etwa acht Prozent der erwachsenen Bevölkerung betroffen sind. Die Tendenz ist steigend. Eine Depression kann sich von Person zu Person anders äußern und kann unter anderem durch berufliche oder familiäre Probleme entstehen.

Zu den ersten Anzeichen einer Depression gehören Gefühle wie Mutlosigkeit, Unglücklichkeit, Antriebs- und Kraftlosigkeit. Alles, was früher Spaß bereitet hat, erscheint heute plötzlich bedeutungslos.

Einige Patienten einer Studie sagten, dass sich der Kopf leer anfühle, das Leben sinnlos erscheine und man morgens gleich gar keine Lust mehr hätte überhaupt aufzustehen. Meist geht eine Depression mit zahlreichen Selbstzweifeln und Ängsten einher.

Oftmals führt eine Depression zudem zu beruflichen oder familiären Problemen, zu einer Drogen- oder Alkoholsucht und kann in manchen Fällen sogar zu einer psychischen Erektionsstörung führen.

Was ist Stress überhaupt?

Stress kann beispielsweise durch berufliche oder familiäre Probleme oder eine Alkoholsucht entstehen. Stress ist hierbei eine völlig natürliche Reaktion unseres Körpers auf unzählige Herausforderungen, auf die wir tagtäglich stoßen. Dieses Verhalten unseres Körpers lässt sich biologisch ganz einfach erklären und führt uns in den Bereich der Evolutionsbiologie.

Was ist Stress überhaupt?Damals war es überlebenswichtig, dass unser Körper Gefahren wahrnimmt, schnell reagiert und sich auf Kampf oder Flucht vorbereitet. Der Puls rast, die Atmung wird schneller, der Blutdruck steigt, alle Sinne werden geschärft und die Muskeln spannen sich an.

Sobald Stress entsteht, schüttet unser Körper Stresshormone aus, welche in Sekundenschnelle zusätzliche Energie zur Verfügung stellen, um blitzschnell reagieren zu können und in Höchstform zu laufen. Heutzutage sind Flucht- oder Kampfsituation deutlich seltener, sodass die überschüssigen Stresshormone kein Ablassventil mehr haben und sich der innere Druck in uns stetig aufbaut.

Dies kann sogar bis zum bekannten Burn-out führen. Doch Stress kann nicht nur im Alltag, sondern auch im Liebesleben eine große Rolle spielen, denn: Bluthochdruck und Stress können zu Impotenz führen.


Behandlungsmöglichkeiten einer psychischen Erektionsstörung?

Die Hintergründe und Ursachen einer erektilen Dysfunktion sind umfangreich und können sowohl körperlicher als auch seelischer Natur sein. Sobald eine Impotenz psychisch bedingt ist, helfen meist weder freiverkäufliche noch rezeptpflichtige Potenzmittel. Diese können jedoch als zusätzliche Behandlung der psychischen Erektionsstörung durchaus sehr hilfreich sein. Die Lösung einer psychischen Erektionsstörung ist jedoch meist komplizierter und bedarf daher in erster Linie einer psychologischen Behandlung.

Psychologische Behandlung

Sexualtherapie

Psychische Erektionsstörungen TherapieWie bereits erwähnt, ist es nicht selten, dass eine Impotenz durch Stress und Depression zustande kommen kann. Sollten Sie an einer psychischen Erektionsstörung leiden, hilft oftmals das Gespräch mit einem Sexualtherapeuten.

Die Sitzungen werden zwar auch einzeln gehalten, optimal ist es jedoch, wenn auch der Partner an den Sitzungen teilnimmt und hilft, die Potenzprobleme zu lösen. Eine solche Sexualtherapie soll bei Schwierigkeiten mit dem Sexualleben helfen, deshalb steht das Liebesleben im Bett hierbei auch im Fokus.

Sollten berufliche oder familiäre Probleme der Auslöser sein, können auch diese Leute auf Wunsch in eine Sitzung mit einberufen werden. Im Regelfall übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen eine solche ärztlich verordnete Psychotherapie. Dies sollte optimalerweise vorher mit dem Arzt und der Kasse individuell abgesprochen werden.

Alkohol-Entwöhnungstherapie bei Alkoholsucht

Nicht nur Bluthochdruck und Stress können zu Impotenz führen. Auch eine Alkoholsucht kann sich durch den übermäßigen Konsum von Alkohol schädlich auf die Potenz auswirken. Auch wenn Alkohol in geringen Mengen zwar die sexuelle Lust steigern kann, beeinträchtigt er die sexuelle Erregbarkeit eines Mannes in größeren Mengen deutlich und kann psychische Erektionsstörungen, Stress und sogar Depressionen verursachen. Sollte eine Alkoholsucht die Quelle Ihrer Potenzprobleme sein, ist ein Entzug meist der letzte Ausweg.

Alkohol-Entwöhnungstherapie bei AlkoholsuchtDer Ablauf eines solchen Entzugsprogrammes verläuft in der Regel in vier Schritten. Der erste Schritt nennt sich Suchtberatung. Hierbei haben Sie die Möglichkeit, komplett offen über Ihr Alkoholproblem zu sprechen. Über einige Wochen hinweg treffen Sie sich einmal pro Woche mit Ihrem Berater oder Ihrer Beraterin.

Dies kann helfen, offen mit dem Thema umzugehen und sich die Alkoholsucht bewusst zu machen. Auch Ihre Angehörigen können somit sehen, dass Sie sich bemühen und das Problem aus der Welt schaffen wollen. Anschließend folgt der eigentliche Entzug. Hierbei wird der Alkohol komplett entzogen oder die Menge wird langsam verringert, um den Körper vom Gift zu befreien.

Hat man den Alkoholentzug hinter sich, kommt die Phase der Entwöhnung. Das Leben ohne den vorher täglichen Helfer wird zuerst schwerfallen, weshalb das Leben komplett neu erlernt werden muss. Dieser Schritt geht mit dem letzten Schritt, der Nachsorge, einher. Die Basis für Ihr neues Leben. Umgeben Sie sich mit Leuten die Ihnen guttun, seien es Freunde oder die Familie.

Einsamkeit und Langeweile können häufig Gründe dafür sein, erneut zur Flasche zu greifen. Seien Sie stark. Reden Sie offen mit anderen Leuten über Ihre Bedenken, seien es berufliche oder familiäre Probleme und besuchen Sie, wenn Sie möchten, eine Selbsthilfegruppe.

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