Welche Potenzmittel sind die besten?

Leiden Sie unter Erektionsstörungen? Egal, ob Sie nun 25, 60 oder älter sind: Mit diesem Problem sind Sie nicht allein.

Etwa 5 Millionen deutsche Männer sind von Potenzproblemen bzw. erektiler Dysfunktion betroffen. Dabei ist interessant, dass Erektionsstörungen zwar in der Regel als etwas angesehen werden, von dem ältere Männer oder Männer mittleren Alters betroffen sind. Tatsächlich ist aber auch etwa ein Viertel aller Männer unter 40 Jahren regelmäßig mit ausbleibenden Erektionen konfrontiert.

Glücklicherweise gibt es aber eine ganze Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, um die Auswirkungen der erektilen Dysfunktion zu lindern und Ihnen dabei zu helfen, wieder ohne Probleme eine Erektion erlangen und aufrechterhalten zu können.

Effektive Potenzmittel bei Erektionsstörungen

Die drei beliebtesten marktgängigen Potenzmittel gegen Erektionsstörungen sind Sildenafil (Viagra), Vardenafil (Levitra) und Tadalafil (Cialis). Diese sind allesamt erektionsfördernde Medikamente der ersten Generation, die in den 90er und frühen 2000er Jahren eingeführt worden sind.

Außerdem gibt es noch Avanafil oder Stendra, ein neues Potenzmittel der zweiten Generation, das weniger Nebenwirkungen aufweist als die Medikamente der ersten Generation.

Alle vier medikamentösen Behandlungen der erektilen Dysfunktion haben den gleichen Haupteffekt – eine Verbesserung des Blutflusses in den Penis, wodurch die Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen, deutlich gelindert werden. Die vier Wirkstoffe weisen aber auch einige Unterschiede auf, die von kürzeren oder längeren Halbwertszeiten bis hin zu unterschiedlichen Nebenwirkungsprofilen reichen.

Im Folgenden haben wir Sildenafil (Viagra), Vardenafil (Levitra), Tadalafil (Cialis) und Avanafil (Stendra) für Sie verglichen, um Ihnen ein umfassenderes Verständnis dieser beliebtesten Potenzmittel gegen Impotenz zu geben, die heute bei der Behandlung von Erektionsstörungen Anwendung finden.

Die gängigsten Behandlungen und Medikamente gegen Impotenz

Sildenafil (Viagra)

Sildenafil, das vielen besser geläufig ist unter dem Markennamen Viagra, ist von den heutzutage erhältlichen Medikamenten gegen erektile Dysfunktion eines der bekanntesten und am weitesten verbreiteten.

Ursprünglich zur Behandlung von Bluthochdruck entwickelt, wurde Sildenafil Ende der 90er Jahre als Potenzmittel zugelassen. Von seiner Einführung bis ins Jahr 2007 war Viagra das mit Abstand am weitesten verbreitete Potenzmittel gegen Erektionsstörungen auf dem Markt; im Spitzenjahr 2000 fielen 92 % des weltweiten Potenzmittelumsatzes auf Viagra.

sildenafil viagra potenzmittelObwohl Sildenafil nicht mehr ganz so dominant ist wie früher, ist es immer noch die mit Abstand beliebteste Behandlungsform von Erektionsstörungen.

Sildenafil wirkt, indem es die Durchblutung des schwammigen Schwellkörpers im Penis erhöht und es Ihnen so erleichtert, eine Erektion zu bekommen. Es beginnt in der Regel innerhalb von 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme zu wirken, wobei die potenzfördernde Wirkung je nach Person drei bis fünf Stunden andauert.

Sie können Sildenafil mit oder ohne Nahrung einnehmen, wobei die Einnahme nach einer großen, fettreichen Mahlzeit die Aufnahmefähigkeit des Körpers für den Wirkstoff allerdings verlangsamen kann.

Die möglichen Nebenwirkungen von Sildenafil sind die gleichen wie bei den meisten anderen Potenzmitteln: Kopfschmerzen, Nasenscheidewandverkrümmungen, errötete Haut und Sodbrennen. Diese Nebenwirkungen sind in der Regel geringfügig und hören in drei bis fünf Stunden wieder auf, wenn die Menge des Medikaments in Ihrem Körper sukzessive abnimmt.

Sildenafil kann auch zu schwerwiegenderen Nebenwirkungen führen, insbesondere bei Menschen mit Herzerkrankungen oder bei Menschen, die noch andere verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen. Genauer gesagt, kann es mit bestimmten Nitrat-Medikamenten interagieren, die zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt werden und zusammen mit Sildenafil Probleme wie niedrigen Blutdruck verursachen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, mit einem qualifizierten Arzt zu sprechen, bevor Sie die Einnahme von Sildenafil oder eines anderen verschreibungspflichtigen Medikamentes gegen erektile Dysfunktion in Betracht ziehen sollten.
Sildenafil gibt es in einer Vielzahl von Dosierungen, die von 20 mg bis 100 mg reichen. Höhere Dosen werden typischerweise verschrieben, um schwerwiegendere Fälle von Erektionsstörungen bei solchen Patienten zu behandeln, die nicht auf die 20 oder 50 mg Tabletten ansprechen.

Alles in allem ist Sildenafil aus einem plausiblen Grund beliebt – es funktioniert. Den meisten Männer verhilft Sildenafil wieder zu einer Erektion, die lange genug aufrecht erhalten wird. Sildenafil ist somit eine zuverlässige und sichere Behandlung der erektilen Dysfunktion.

Tadalafil (Cialis)

Tadalafil wurde in den 90er Jahren entwickelt und 2003 von der US-Amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) zugelassen. Es ist ein lang anhaltendes Mittel gegen erektile Dysfunktion, das ähnliche Effekte wie Sildenafil aufweist.

Tadalafil ist besser bekannt unter dem Markennamen Cialis. Mit einer Halbwertszeit von 17,5 Stunden bleibt Tadalafil bis zu 36 Stunden nach der Einnahme aktiv und ist damit das am längsten wirkende Potenzmittel unter den heute erhältlichen Medikamenten gegen Erektionsstörungen.

cialis tadalafilSetzen wir die beiden Wirkstoffe Sildenafil und Tadalafil einmal in Relation: Eine typische Dosis Sildenafil wirkt etwa drei bis fünf Stunden. Um also die gleichen Ergebnisse zu erzielen, wie bei einer Einzeldosis Tadalafil, müssten Sie mehrere Sildenafil-Tabletten über einen Zeitraum von zwei Tagen einnehmen, wovon allerdings dringend abzuraten ist.

Die Wirkung von Tadalafil setzt etwa 15 bis 45 Minuten nach der Einnahme ein. Wie Sildenafil kann es mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Die Nebenwirkungen von Tadalafil sind ähnlich wie bei Sildenafil, die häufigsten sind Kopfschmerzen, eine verstopfte Nase, Sodbrennen und Gesichtsrötung. Tadalafil kann auch Muskelschmerzen und Rückenschmerzen verursachen, die meist auf die gefäßerweiternde Wirkung des Medikaments zurückzuführen sind.

Wie Sildenafil kann Tadalafil mit einigen Medikamenten interagieren, die zur Behandlung von Bluthochdruck und anderen kardiovaskulären Erkrankungen eingesetzt werden. Aus diesem Grund sollten Sie Ihren Arzt darüber informieren, ob Sie andere Medikamente verwenden, bevor Sie Tadalafil in Betracht ziehen.

Für die meisten Menschen ist der größte Vorteil von Tadalafil gegenüber Sildenafil seine längere Wirkungsdauer. Eine einzelne Dosis Tadalafil hält in der Regel den größten Teil des Wochenendes an, so dass eine Tabletteneinnahme direkt vor der sexuellen Aktivität nicht mehr erforderlich und auch spontaner Geschlechtsverkehr im Wirkzeitraum wieder möglich ist.

Im Vergleich zu Sildenafil sind die üblichen Dosierungen von Tadalafil deutlich niedriger. Die normale Anfangsdosis sind 10 mg, die eine Stunde vor der sexuellen Aktivität eingenommen werden. Je nachdem, wie der Patient auf die Behandlung anspricht, kann die Dosierung auf 5 mg erhöht oder auf 20 mg verringert werden.

Insgesamt ist Tadalafil eine gute Option für Männer, die es wenig reizvoll finden, jeweils eine Tablette unmittelbar oder kurz vor dem Geschlechtsverkehr einnehmen zu müssen und stattdessen eine lang anhaltende Tablette gegen Erektionsstörungen wünschen, die für ganze Tage und sogar Wochenenden geeignet ist.

Vardenafil (Levitra)

Vardenafil ist ein weiteres Potenzmittel, das ähnlich wie Sildenafil und Tadalafil wirkt. Wie Tadalafil wurde es Anfang der 2000er Jahre als Alternative zu Sildenafil mit einer etwas längeren Wirkungszeit eingeführt.

Der häufigste Markenname für Vardenafil ist Levitra. Wie Sildenafil und Tadalafil ist Vardenafil in den meisten Ländern rezeptpflichtig, was bedeutet, dass Sie mit einem Arzt sprechen müssen, bevor Sie es verwenden können.
Im Vergleich zu Sildenafil, dessen Wirkung drei bis fünf Stunden anhält, sind es bei Vardenafil typischerweise fünf bis acht Stunden. Danach bleibt Vardenafil im Körper zwar noch aktiv, wirkt aber nicht mehr so stark.

VARDENAFIL (LEVITRA)Eine normale Dosis Vardenafil zeigt nach etwa einer Stunde Effekt. Wie Sildenafil und Tadalafil können Sie Vardenafil unabhängig von den Mahlzeiten einnehmen.

Gemessen am Wirkungsgrad pro Milligramm ist Vardenafil ein signifikant stärkeres Medikament als Sildenafil und wird in der Regel in einer niedrigeren Dosis eingesetzt. Die normale Anfangsdosis von Vardenafil beträgt 10 mg, wobei auch Tabletten in den Dosierungen 2.5, 5, 10 und 20 mg erhältlich sind.

Die Nebenwirkungen von Vardenafil sind denen anderer Medikamente gegen erektile Dysfunktion vergleichbar. Zu den am häufigsten genannten Nebenwirkungen gehören Gesichtsrötung, Kopfschmerzen, eine verstopfte Nase und Sodbrennen. Diese treten typischerweise dann auf, wenn die Konzentration des Medikaments in Ihrem Blutkreislauf nach mehreren Stunden abnimmt.

Wie andere Potenzmittel kann auch Vardenafil schwerwiegendere Nebenwirkungen bei Menschen hervorrufen, die unter Herzerkrankungen leiden und entsprechende Medikamente einnehmen. Insbesondere kann Vardenafil, ganz ähnlich wie Sildenafil, Tadalafil und andere Medikamente zur Behandlung von ED, mit Nitrat-Medikamenten interagieren.
Aus diesem Grund ist es wichtig, mit einem Arzt zu sprechen, bevor man Vardenafil oder eine andere Behandlung der erektilen Dysfunktion in Erwägung zieht.

Im Großen und Ganzen ist Vardenafil für Männer geeignet, die zwar eine etwas längere Wirkung als bei Sildenafil wollen, aber nicht unbedingt den bis zu 36stündigen potenzfördernden Effekt, den Tadalafil bietet.

Avanafil (Spedra / Stendra)

Vardenafil (bekannt auch als Spedra oder Stendra) ist ein neues Potenzmittel der zweiten Generation zur Behandlung der erektilen Dysfunktion. Genau wie Sildenafil, Vardenafil und Tadalafil ist es ein PDE5-Hemmer, was bedeutet, dass es den Blutfluss zum Penis verbessert und es dem behandelten Mann dadurch erleichtert, eine Erektion zu bekommen.
Spedra wurde in den 2000er Jahren entwickelt und im April 2012 von der FDA zugelassen. In den USA wird es unter dem Markennamen Stendra vertrieben, in Europa aber unter dem Namen Spedra gehandelt.

spedra avanafilIm Gegensatz zu Sildenafil und anderen Potenzmitteln der ersten Generation bindet sich der Wirkstoff von Spedra im Zielgewebe viel selektiver an das Isoenzym PDE5. Das bedeutet, dass es weniger wahrscheinlich ist, dass bestimmte Nebenwirkungen auftreten als bei den älteren Medikamenten gegen erektile Dysfunktion.

Spedra ist ein schnell wirkendes Medikament, das schon nach 15 Minuten Effekt zeigt. Im Durchschnitt hält die potenzsteigernde Wirkung von Avanafil bis zu sechs Stunden lang an, was etwas länger ist als bei Sildenafil (Viagra).
Die Nebenwirkungen von Spedra ähneln denen anderer Medikamente gegen erektile Dysfunktion, wobei Kopfschmerzen, eine verstopfte Nase und Gesichtsrötung am häufigsten genannt werden. Da Avanafil spezifisch auf PDE5 abzielt, liegt bei Spedra ein geringeres Risiko vor, Nebenwirkungen zu verursachen als bei anderen Potenzmitteln.

Wie andere Präparate zur Therapie von Erektionsstörungen kann Spedra mit einigen Medikamenten interagieren, die zur Behandlung von Bluthochdruck und anderen kardiovaskulären Erkrankungen eingesetzt werden. Vor allem Nitrat-Medikamente sind hierbei hervorzuheben.

Spedra ist in verschiedenen Dosierungen von 50 bis 200 mg erhältlich. Die übliche Anfangsdosis beträgt 100 mg, die 15 Minuten vor der sexuellen Aktivität einzunehmen sind. Aber auch Dosierungen von 200 mg und 50 mg sind gebräuchlich zur Behandlung schwerer respektive leichter Fälle von erektiler Dysfunktion.

Insgesamt ist Spedra eine attraktive Option für Männer, die auf ein neu entwickeltes Potenzmittel mit ähnlicher Wirkung wie Viagra aber einem geringeren Risiko für Nebenwirkungen setzen wollen.


Welches Potenzmittel ist nun das Beste für Sie?

Alle vier oben genannten Präparat-Optionen – Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil und Avanafil – sind weit verbreitete medikamentöse Behandlungsformen der erektilen Dysfunktion, deren Wirksamkeit in jeweils wissenschaftlich bestätigt ist. Das bedeutet, dass Sie in jedem Fall gute Ergebnisse erzielen sollten, unabhängig davon, welches der Medikamente Sie einsetzen.

Der größte Unterschied zwischen den einzelnen Medikamenten besteht letztlich darin, wie lange der jeweilige Wirkstoff durchschnittlich effektiv ist. Sildenafil etwa hat eine relativ kurze Wirkungszeit, während hingegen Tadalafil speziell entwickelt wurde, um eine mehrtägige Erektionsfähigkeit nach der Einnahme einer einzigen Tablette zu ermöglichen.

Letztendlich bestimmen Ihre individuellen Bedürfnisse und körperlichen Voraussetzungen das für Sie ideale Potenzmittel. Wenn Sie an einer medikamentösen Behandlung ihrer erektilen Dysfunktion interessiert aber unsicher sind, welches Medikament die beste Wahl ist, sollten Sie einen andrologischen Facharzt konsultieren, um mehr über die möglichen Vorteile und etwaigen Nebenwirkungen einer jeglichen Behandlungsoption zu erfahren.

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